Willkommen in der Welt des Mittelalters und der Fantastik

Hanja – Im Schatten der Westwälder – In Anlehnung an „Ewignebel“

Hanja – Im Schatten der Westwälder – In Anlehnung an „Ewignebel“

Es war Herbst. Das Laub der Bäume erstrahlte in kunterbunten Farben. Gelegentlicher Wind zerrte Blätter zu Boden. Die bunten, schlüpfrigen Blätter machten den Waldboden rutschig und nass. Bloß die tiefgrünen Nadelbäume behielten ihr stachliges Sommerkleid.

Der Westwald stand so dicht, dass sich Mensch und Tier in seinen Schatten leicht verbergen konnten. Dennoch fand sich im Herzen dieses Waldes eine Lichtung.

Ein Mädchen huschte durch das hohe Gras. Die Halme reichten ihr bis zur Hüfte. Ihre Haare waren kastanienbraun, ihr Lächeln so strahlend, wie die Sommersonne nur zu sein vermochte. Sie ließ sich auf die Knie fallen und beobachtete, wie ein Maulwurf gerade einen Erdhügel errichtete. „Oh, wer ist denn das?“

Die kleine Hanja steckte einen kleinen, blassen Finger in die Erde. Sie kicherte, als sie den Maulwurf unter der Erde spürte. Dann sah sie auf.

Ein Rehkitz hüpfte in weiten Sprüngen über die Lichtung. Es hielt inne und blickte zum Menschenkind herüber.

Hanja richtete sich auf.

Das Rehkitz äugte skeptisch.

Das Mädchen machte langsame Schritte auf das Waldtier zu.

Das Tier drehte die Ohren.

Hanja war bloß noch fünf Schritte entfernt, da huschte das Rehkitz plötzlich davon.

 

Wie wird Hanja handeln?

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